Forschung

Dr. Esther Suzanne Pabst

Romanisches Seminar

Französische Sprachpraxis / Literatur- und Kulturwissenschaften

Dr. Suzanne Pabst

Kontakt:

epabst@uni-mainz.de

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In meiner Dissertation Die Erfindung der weiblichen Tugend. Kulturelle Sinngebung und Selbstreflexion im französischen Briefroman des 18. Jahrhunderts (Göttingen 2007) geht es um den Zusammenhang zwischen dem Tugendbegriff und Geschlechterrollen im französischen Siècle des Lumières.

Es handelt sich um eine literatur- und kulturwissenschaftliche Untersuchung des Wandels des vertu-Begriffs, seiner sozio-kulturellen und geschlechtsspezifischen Funktionen sowie seiner diskursiven Modellierung in nichtfiktionalen Texten und Briefromanen im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Vertu (Tugend) und roman par lettres (Briefroman) haben im Frankreich des 18. Jahrhunderts Hochkonjunktur. Der zentrale Leitbegriff der Tugend wird in der französischen Aufklärung erstmals auch auf Frauen bezogen. Die Erfindung der weiblichen Tugend spielt eine bedeutsame Rolle bei der Erzeugung, Vermittlung und Verfestigung der zeitgleich entstehenden Theorie von »polarisierten Geschlechtscharakteren«, die in Frankreich jedoch zunächst umstritten bleibt. Anhand von Rousseaus Julie ou La Nouvelle Héloïse (1761), Laclos' Les Liaisons dangereuses (1782) und Louise d' Épinays Histoire de Madame de Montbrillant (verfasst ca. 1756-1770; ein von der Forschung weitgehend vergessener Text) zeige ich hier, wie der damals so populäre Briefroman die Debatte um vertu und Geschlechterdifferenz spiegelt. Er bringt einen erstaunlichen Facettenreichtum des Tugenddiskurses zu Tage, der die Bedeutung des Aufklärungsdenkens für den in dieser Zeit entstehenden modernen Geschlechterdualismus in neuem Licht erscheinen lässt.

 

 

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Forschung

Dr. Anja Oed

 

Jahn-Bibliothek für afrikanische Literaturen,

Institut für Ethnologie und Afrikastudien

Kontakt:
Raum 01-671
Forum universitatis 6
55099 Mainz 
Tel.:  06131-39 25933 
Fax: 06131-39 23730 
aoed@uni-mainz.de
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http://www.jahn-bibliothek.ifeas.uni-mainz.de/
 

Forschungsschwerpunkte:

Afrikanische Literaturen, Literaturen in afrikanischen Sprachen, Yorùbá-Literatur und –Literaturverfilmungen, Detektivromane in afrikanischen Sprachen, afrikanischer Bildungsroman, afrikanische Literatur und Bürgerkrieg, Comics in Afrika.

Afrika, Afrikanische Literatur, Comics in Afrika, Detektivroman in afrikanischen Sprachen, afrikanischer Bildungsroman

Publikationen:

u.a. Mitherausgeberin und Geschäftsführerin der Reihe Mainzer Beiträge zur Afrikaforschung

Prof. Dr. Antje Lobin

Antje_LobinKontakt
Romanisches Seminar
Jakob-Welder-Weg 18
Philosophicum, Raum 02-538
D - 55128 Mainz
Tel. +49 6131 39-24442
E-Mail: alobin@uni-mainz.de

 

Antje Lobin ist Professorin für Italienische und Französische Sprachwissenschaft am FB 05 der JGU. Nach einer Dissertation an der Schnittstelle von Onomastik und Wirtschaftslinguistik hat sie sich in ihrer gesprächslinguistischen Habilitationsschrift zum Französischen mit Formen der Moderation und der Gesprächssteuerung für ein lokales Fernsehpublikum beschäftigt. Weitere Schwer­punkte liegen im Bereich von Normkonzepten, Sprachkontakt, Politolinguistik, Genderlinguistik sowie in der Entlehnungsforschung (speziell Distributionswandel).

Eine Liste meiner Publikationen finden Sie hier http://www.blogs.uni-mainz.de/fb05romanistik-lehrende/lobin/publikationen/

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Forschung

Dr. Lisa Zeller

Lisa ZellerKontakt
Romanisches Seminar
Welderweg 18
55099 Mainz
Raum 01-548
06131/39-25504
lizeller@uni-mainz.de

 

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In meiner Dissertation habe ich Schreibweisen des Allegorischen untersucht, mittels derer  französische Romane von Huysmans bis Proust über den politischen Körper der Republik und über republikanische Männlichkeit reflektieren.

Mein Postdoc-Projekt widmet sich Fiktionen der ‚Republik‘ (répu­blique / república) in Spanien und Frankreich ausgehend von der Debatte um die politische Lehre des Jesuiten Juan de Mariana Anfang des 17. Jahr­hunderts bis zur Marianne als Allegorie der modernen Republik

 

Republik, Allegorie, Politisches Imaginäres, Männlichkeit, Frühe Neuzeit, Gattungstheorie, Literatur als Wissensspeicher

 

Publikationen im Bereich der Französistik

Monographie:

Auf der Suche nach der verlorenen Männlichkeit. Republikanische Allegorien im französischen Roman um 1900. Diss. Mainz 2015, erscheint 2016 bei v&r unipress / Mainz University Press (Reihe Romanica. Mainzer Studien zur romanischen Literatur- und Kultur­wis­sen­schaft).

Artikel:

"Amputierte Männlichkeit und die Wundermittel der Julimonarchie: Balzacs Passion dans le désert, L’Élixir de longue vie und César Birotteau", in: Julia Brühne/Karin Peters (Hgg.): In (Ge)Schlechter Gesellschaft. Politische Konstruktionen von Männlichkeit in der Romania. Bielefeld: transcript 2016, S. 155-181.

"Erinnerungen an die traumatische Gründung der Republik: Zolas Bête humaine", in Lars Schneider/Xuan Jing (Hgg.): Anfänge vom Ende. Schreibweisen des Naturalismus. München: Fink 2014, S. 105-122.

"Le politiquement incorrect et la provocation dans Plateforme de Michel Houellebecq", in Ursula Reutner/Elmar Schafroth (Hgg.): Political Correctness. Aspectos políticos, sociales, literarios y mediáticos de la censura lingüística. Aspetti politici, sociali, letterari e mediatici della censura linguistica. Aspects politiques, sociaux, littéraires et médiatiques de la censure linguistique. Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang 2013 (= Reihe: Studia Romanica et Linguistica; 38), S. 403-416.

 

https://uni-mainz.academia.edu/LZeller

 

Prof. Dr. Thomas Bierschenk

Institut für Ethnologie und Afrikastudien

 

BierschenkneuKontakt:

Forum universitatis 6
55099 Mainz
Tel 06131-39 22798

biersche@uni-mainz.de

 

 

 

Professur für die Kulturen und Gesellschaften Afrikas
Dekan Fachbereich 07 - Geschichts- und Kulturwissenschaften
 
Thematische Schwerpunkte
Staat, Bürokratie, Politik, Recht, Entwicklung, Islam

Regionale Schwerpunkte
Afrika (insbesondere frankophones West- und Zentralafrika), Arabische Welt (insbesondere Arabische Halbinsel, Persischer Golf)